Projekt LEOS - Start-Up an der Fachhochschule Jena

 

Beschreibung der Geschäftsidee

Technische Details

Darstellung des Kundennutzen

Verbesserungen

Gründer

Ansätze für die Umsetzung der Idee

Geschäftsbereiche

 

 

 

Beschreibung der Geschäftsidee

In der Projektortechnologie werden seit Jahren interessante Neuentwicklungen getätigt. Der neueste Trend ist die Verwendung von Hochleistungsleuchtdioden als Lichtquelle. Während des Hochschulstudiums wurde diese Technologie näher betrachtet und versucht, einen Projektor mit LED-Lichtquelle selbst zu entwickeln. Dabei traten allerdings Probleme auf, für die selbst die Praxis keine technische Lösung aufzeigen konnte. Eine entsprechende Lichtquellensteuerung und Bildmodulationseinheit existierten nicht, was wiederum eine Herausforderung darstellte und zur selbstständigen Umsetzung motivierte.

Daraus entwickelte sich die Idee für eine Patentanmeldung der innovativen Bildmodulationseinheit und der Lichtquellensteuerung, die nunmehr realisiert ist. Zunehmend wuchs auch das Interesse an einer Existenzgründung im Bereich der Photonik. Dieses Vorhaben wird derzeit in dem EXIST-SEED-Projekt „LEOS – Lichtquellensteuerung für Projektoren“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Die Fachhochschule Jena und das Thüringer Gründer Netzwerk unterstützen das Vorhaben, auf Basis der Geschäftsidee ein technologiebasiertes Unternehmen zu gründen. Die Idee ist dabei, die Bildmodulationseinheit und die Lichtquellensteuerung am Markt zu etablieren und weiter zu entwickeln.

Abbildung 1: Prinzipschaltbild eines Projektors

 

Technische Details

Die Lichtquellensteuerung ermöglicht die Parallelsteuerung von mehreren LEDs und gleichzeitig die Kontrolle und Regelung jeder einzelnen Leuchtdiode. Das führt zur Kompensierung von Schwankungen, z.B. bei Helligkeit und Wellenlänge des Lichts, bedingt durch Fertigungsschwankungen und Alterung. Die Steuerung besteht aus günstigen Standardbauteilen und reduziert kostenintensive Schaltungsgruppen.

Die Bildmodulationseinheit setzt sich aus mehreren LCoS-Displays zusammen. Damit lassen sich die Effizienz des optischen Systems und die Bildhelligkeit erhöhen. Durch geeignete Ansteuerung der Displays ist sogar die Projektion von dreidimensionalen Bildern realisierbar.

 

Darstellung des Kundennutzens

Die wichtigste Kundengruppe für die Produkte sind Industriekunden, die Hochleistungsleuchtdioden einsetzen. Für diese ergeben sich aus der Nutzung von LEDs diverse Vorteile, z.B. Langlebigkeit (> 20.000 h), hohe Effizienz und geringe Wärmeabgabe, wie sie bereits von anderen Anbietern gewährleistet werden. Als technische Besonderheit und Alleinstellungsmerkmal der vorliegenden Idee sind die Bildmodulationseinheit und die Lichtquellensteuerung hervorzuheben.

 

Die Idee bietet folgende Verbesserungen:

- effiziente und genaue Steuerung von Hochleistungs-LEDs, präzisere Farbsteuerung
- Kostenreduktionen durch Vereinfachung und Modularisierung
- variable elektrische Schnittstellen zur Ankopplung an bestehende Systeme und Farbsensoren
- höhere Helligkeit bei LCoS-Projektionssystemen
- 3D-Projektion
- breiter Anwendungsbereich, z.B. LEDs in Projektoren, Cockpit-Projektion im Automobilbereich und LCD-Hintergrundbeleuchtung

Für den Endverbraucher ergibt sich aus den verschiedenen Vorteilen ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

Abbildung 2: voll funktionsfähige Lichtquelle (Lichtquelleneinheit und elektronische Steuerung)

 

Kompetenzen der Gründer

Herr Gerrit Wächter und Frau Anika Thomas sind Absolventen der FH Jena. Herr Wächter studierte Elektrotechnik und anschließend Laser- und Optotechnologien, welches er Anfang 2006 mit einem Master of Engineering abschloss. Währenddessen nutzte er an der Hochschule die Möglichkeit, Seminare über Existenzgründung, Unternehmensführung, Marketing und Patentrecht zu belegen. Frau Anika Thomas beendete ihr BWL-Studium, mit Schwerpunkt Marketing, Ende 2005. Seitdem war sie an der Fachhochschule Jena als wissenschaftliche Mitarbeiterin für internationale Projekte tätig. Im zukünftigen Unternehmen fallen die betriebswirtschaftliche Führung und die Kundenakquise in ihren Aufgabenbereich.

 

Ansätze für die Umsetzung der Idee

Für den Marktzugang in Deutschland wurden bereits erste Schritte unternommen. Beispielsweise liegt eine Kooperationsvereinbarung mit einem Markteintrittskunden vor. Inhalt der Kooperation mit dem namhaften Hersteller für Projektionssysteme sind die Weiterentwicklung und gemeinsame Realisierung der patentgeschützten Technologie. Weiterhin bestehen Kontakte zu nationalen und internationalen LED-Herstellern. Die Gründungsaktivitäten sowie die Eintragung einer GmbH ins Handelsregister sollen Ende 2007 erfolgen.

 

Für das zukünftige Unternehmen sind 3 Geschäftsbereiche geplant:

Geschäftsbereich 1: Vermarktung und Weiterentwicklung der Lichtquelle und Ansteuerung

Geschäftsbereich 2: Entwicklungsdienstleistungen für digitale und analoge Schaltungstechnik

Geschäftsbereich 3: Entwicklungsdienstleistungen für Sensorik, optische und optoelektronische Applikationen